Dominanz und ein später Krimi
Von Beginn an war die Intensität in der Arena spürbar. Die Knights starteten konzentriert und nutzten ihre physische Überlegenheit unter den Körben konsequent aus. Besonders in der Zone zeigten sich die Hausherren dominant und erarbeiteten sich zur Halbzeit eine verdiente 44:36-Führung. Auch im dritten Viertel schien die Partie beim Stand von 62:50 (30. Minute) bereits vorentschieden, da die Defensive der Kirchheimer die Kölner Angriffe weitgehend im Griff hatte.
Doch die RheinStars, die verletzungsbedingt stark dezimiert angetreten waren, gaben sich nicht auf. Im Schlussabschnitt blies das Team von Stephan Baeck zur Aufholjagd. Während den Knights offensiv zusehends die Ideen ausgingen und die Fehlerquote stieg, verkürzte Köln Punkt um Punkt. In der dramatischen Schlussminute hatten die Gäste beim Stand von 74:71 sogar die Chance auf den Ausgleich, doch der finale Dreierversuch von Jasper Günther verfehlte sein Ziel.
Statistiken und Matchwinner
Der überragende Akteur auf Seiten der Kirchheimer war einmal mehr Tylan Pope, der mit 22 Punkten zum Topscorer avancierte und die Knights immer wieder in kritischen Phasen trug. Auf Kölner Seite hielt vor allem Cedric Russell dagegen, der 20 Punkte erzielte und mit sechs erfolgreichen Dreiern maßgeblich dafür verantwortlich war, dass die Partie bis zum Ende offen blieb.
Stimmen zum Spiel
„Wir haben über drei Viertel ein sehr solides Spiel gemacht, am Ende aber unnötig gezittert. Wichtig ist jedoch der Sieg vor dieser tollen Kulisse in Göppingen“ resümierte das Kirchheimer
Lager nach dem Spiel.
Kölns Geschäftsführer Stephan Baeck zeigte sich trotz der Niederlage stolz auf seine Mannschaft: „Trotz der vielen Verletzten haben sich die Jungs anständig verkauft. Mehr war heute nicht zu erwarten.“
Ausblick
Für die Bozic Knights beginnt nun die „fünfte Jahreszeit“: Als Sechst- oder Siebtplatzierter der Abschlusstabelle ziehen sie hochmotiviert in die Playoffs ein. Die RheinStars Köln hingegen beenden ihre Aufstiegssaison auf einem respektablen Mittelfeldplatz und verabschieden sich in die Sommerpause.